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Samstag, 8. Oktober 2016

Viele Namen in über 500 Jahren

POSTWESEN Experte Manfred Hinkel referiert in Dalheim über die wechselhafte, regionale Historie

Artikel aus der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 27.09.2016
DALHEIM. Mit so großem Andrang hatten die Veranstalter nicht gerechnet. Der Saal des Dalheimer Bürgerhauses war am Sonntag voll besetzt mit Gästen, die den Vortrag zur "Geschichte der Post in Dalheim" hören wollten. Eingeladen hatte der Verein "Bürger für Dalheim" (BfD), der diese Veranstaltung als Auftakt für die 1250-Jahr-Feier im kommenden Jahr durchgeführt hat.

[Den gesamten Artikel finden Sie direkt auf der Webseite der Mainzer Allgemeinen Zeitung]

Freitag, 30. September 2016

Projekt 2017 – 1250 Jahre Dalheim

Liebe Leserinnen und Leser,

im Juni 2017 feiert die Ortsgemeinde Dalheim ihren 1250sten Geburtstag. Zu den von der Gemeinde geplanten Festlichkeiten (Akademische Feier, Kinderfest, Bunter Abend, ökumenischer Gottesdienst) hat sich der Verein „Bürger für Dalheim e.V.“ entschlossen und bereit erklärt, eine Ausstellung zu gestalten.

Unter dem Motto: „Dalheim, ein Portrait in Text und Bild“ werden wir viele Fakten, Geschehnisse und Wissenswertes zusammentragen. In verschiedenen Themenblöcken werden wir einen Streifzug durch die 1250 jährige Geschichte Dalheims und darüber hinaus unternehmen. Ergänzt wird das Ganze mit einer Bildgalerie.

Die Ausstellung wird vom 03.06.2017 bis zum 11.06.2017 geöffnet sein und wird im Bürgersaal der Gemeinde, Falkensteiner Straße 21, stattfinden.

Aufgrund der zahlreichen Informationen und der umfassenden Inhalte haben wir uns zwischenzeitlich entschlossen, die „gesammelten Werke“ in einem Buch festzuhalten.

Die Arbeiten für die Ausstellung laufen bereits auf Hochtouren, auch die AZ berichtete bereits davon (die Artikel nachstehend). Wir, die Mitglieder des Vereines, sind uns sicher, dass für jeden etwas Interessantes dabei ist.

Wir möchten uns jetzt schon bei allen Dalheimer Bürgern und Personen bedanken, die uns mit zahlreichen Schriften, Bildern und Erzählungen unterstützt haben und somit dazu beitragen, die Ausstellung zu bereichern und zu ergänzen.

Sehr gerne nehmen wir noch weitere Informationen (egal welcher Art) entgegen. Ansprechpartner sind: Peter Kolb (Tel. 06249-7440), Alfons Renkel (Tel. 06249-8575), Karl-Heinz Rahn (Tel. 06249-1885), Trudy Hennig (Tel. 06249-2411).

Sie können auch eine E-Mail über unsere Homepage senden.

Auch danken wir den Archiven, Museen, Bibliotheken, Institutionen und Zeitungen für die bereits geleistete Unterstützung.


Mit freundlichen Grüßen

Trudy Hennig, Vereinsvorsitzende der BfD

Dalheim, im Juli 2016

Samstag, 20. August 2016

Ein Jahr jünger dank "Bauchgefühl"

GESCHICHTE Wie der Hobby-Historiker Peter Kolb seinem Heimatort Dalheim einen neuen "Geburtstag" schenkte

Von Ulrich Gerecke

DALHEIM. Wer träumt nicht davon, mit einem Schlag ein Jahr jünger zu werden? Dalheim hat's geschafft - mit einem Federstrich hat der 1000-Seelen-Ort sein bisheriges Geburtsdatum vom 10. Juli 766 auf den 2. Juni 767 ändern dürfen. Deshalb hat der Ortsgemeinderat jetzt auch seine Jubiläumsfeier verschoben, die 1250. Kerze auf der Torte wird jetzt erst im Jahr 2017 angezündet.

Der Ort, an dem Dalheims Geschichte beginnt - und
zwar 767, nicht 766: das Kloster Lorsch.
Zu verdanken hat Dalheim diese Firschzellenkur der Beharrlichkeit von Peter Kolb. Der pensionierte Schulleiter zählte als Pennäler Mathematik und Geschichte zu seinen Lieblingsfächern, deshalb sagt er auch: "Mich stört es, wenn mit Daten unkritisch umgegangen wird." Genau das ist im Fall des Dalheimer Geburtstags geschehen, wie Kolb nach einem halben Jahr akribischer Recherche nachweisen konnte - und wie es jetzt auch vom Landesarchiv in Speyer als letzter Instanz höchst offiziell bestätigt wurde.


AZ-Artikel als Anstoß


Kolbs spannende historische "Schnitzeljagd" hatte im Frühjahr zwei Auslöser. Zum einen wollte er als Vorstandsmitglied der "Bürger für Dalheim" (BfD) eine Jubiläumsausstellung vorbereiten. Zum anderen wurde er durch einen AZ-Artikel über die Häufung von 1250-Jahr-Feiern in der Verbandsgemeinde Rhein-Selz inspiriert. "Ich war einfach neugierig und nach den ersten Recherchen hat mir mein Bauchgefühl gesagt, dass da etwas nicht passt."

Corpus Delicti: Dieser Auszug aus dem Kopialbuch
zum Lorscher Codex enthüllt das wahre Datum
der ersten urkundlichen Erwähnung Dalheims.

Foto: Staatsarchiv Würzburg
Dalheims Geburtstag geht - wie so viele andere - auf die erste urkundliche Erwähnung im Lorscher Codex zurück. Am 10. Juli 766 schenkte demnach ein Ritter namens "Goudin" oder "Godewin" dem berühmten Kloster eine Wiese in "Dalaheimer Marca". So steht es zumindest in dem Regestenbuch, einem Verzeichnis von Urkunden, das Heinrich Eduard Scriba 1851 herausgegeben hat, und das bisher als rechtsverbindlich galt.

Doch bei der Suche nach der Quelle dieses Datums stieß Kolb schnell auf Ungereimtheiten. Die Originalurkunde ist verschollen, deshalb musste als Referenz das Kopialbuch (siehe Kasten) herhalten, das die Lorscher Mönche einst angefertigt hatten. Dieses spürte Kolb schließlich im Würzburger Staatsarchiv auf. Und siehe da: Hier wird Dalheim erstmals am 2. Juni 767 erwähnt.

Die entscheidende Frage lautete nun: Wer hat Recht?

Kolb bohrte weiter nach, zog Experten der Landesarchive in Hessen und Rheinland-Pfalz zu Rate, konsultierte den Mainzer Landesgeschichte-Experten Professor Michael Matheus. Und ziemlich schnell wurde klar: Das Kopialbuch war verlässlicher. "Dort wird nämlich neben dem Datum auch erwähnt, welcher Herrscher in welchem Regierungsjahr gerade an der Macht war, und welcher Abt die Schenkung notariell beglaubigt hat", nennt Kolb die drei entscheidenden Kriterien, die die Geschichtswissenschaft für eine Quelle anlegt. "Bei Scriba ist nur das Datum erwähnt." Und zwar falsch.

Offensichtlich hatte sich der Regesten-Verfasser im 19. Jahrhundert schlicht und ergreifend verrechnet, als er das 15. Königsjahr des Frankenkönigs Pippin (damals galt noch der Julianische Kalender) als 766 deutete, statt 767. Oder vielleicht saß schon Scriba einer Fehlinformation auf, als er sich auf eine Edition des Lorscher Codex' von Andreas Lamey aus dem Jahr 1768 stützte.

Vielleicht kein Einzelfall


Zweifel an Scribas Version gab es schon länger, Kolbs Hartnäckigkeit hat diese jetzt im Fall Dalheim belegt. Und weitere Folgen sind nicht auszuschließen. Der Dalheimer mit dem Gespür für Zahlen verweist darauf, dass Mommenheim bereits sein "Geburtsjahr" von 764 auf 766 korrigiert hatte. "Ich gehe davon aus, dass auch andere Daten nicht stimmen. Warum sollte Dalheim da eine Ausnahme sein? Es müsste jemand die Zeit opfern, das zu untersuchen." Jemand mit einem so guten "Bauchgefühl" wie Peter Kolb.

Quelle: Mainzer Allgemeine Zeitung, 22.11.2015

Samstag, 18. Juni 2016

Stammtisch

DALHEIM - Der Verein Bürger für Dalheim lädt alle Dalheimer zu einem offenen Stammtisch ein. Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, 23. Juni, 19:30 Uhr, im Jugendraum der St.-Georg-Halle.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Infoveranstaltung zu Betrugsmaschen


Neujahrbegrüßung der BfD in Dalheim

Neujahrsbegrüßung der BfD in Dalheim

Für den 10. Januar hatte der Verein „Bürger für Dalheim e.V.“ zur 3. Neujahrsbegrüßung in den Dalheimer Bürgersaal eingeladen. Die 1. Vorsitzende Trudy Hennig hieß die Besucher sowie die Vorsitzenden und Vertreter der örtlichen Vereine herzlich willkommen. In ihre Rede nahm die 1. Vorsitzende in diesem Jahr kein Gedicht auf, da sie dies aufgrund der umfangreichen Ereignisse in Dalheim aktuell für unangemessen hielt. Stattdessen stellte sie Fragen an das neue Jahr 2016 in der Art, wie die Allgemeine Zeitung dies in dem Aufmacher ihrer Silvester-Ausgabe getan hatte.

Für Dalheim sind dies diejenigen Fragen, die sich mit der Entwicklung und der Zukunft der Gemeinde auseinandersetzen:
Eine vordringliche Frage ist, ob und wie es die Gemeinde hinbekommt, die hohe Verschuldung zu reduzieren, ohne die Steuern für die Bürger zu erhöhen und den Verantwortlichen dabei eine  konstruktive Zusammenarbeit gelingt.
Dann die Fragen, welche konkreten Auswirkungen der umstrittene regionale Raumordnungsplan in Bezug auf die genannten Schwellenwerte langfristig für Dalheim haben wird und im selben Atemzug ein rein ortpolitisches Thema:  Wird es dem SPD-Ortsverband, der sich im vergangenen Jahr aufgelöst hat, nochmals gelingen sich zu erholen, um sich wieder gemäß seiner stolzen Tradition für demokratische und soziale Belange einsetzen zu können.

Unausweichlich wird sich die Frage stellen, ob Dalheim weitere Flüchtlinge aufnehmen wird und wie die Bürger diese empfangen werden. Im Moment ist die Anzahl überschaubar.

Viele Dalheimer lässt die Frage nicht los, wie sich die Zukunft der evangelischen Kirche in Dalheim gestalten wird? Wird die halbe Pfarrstelle, die Dalheim offiziell zusteht, neu besetzt und gibt es dabei durchschaubare Lösungsvorschläge? Trudy Hennig betonte in diesem Zusammenhang, dass ihr diese Sache auch persönlich besonders am Herzen liege und warb um Einsicht und Unterstützung, weil eine geordnete Stellenbesetzung auch in Zukunft das Beste für Dalheim sei.

Eine weitere Frage betraf die Zukunft der Kindertagesstätte in Dalheim. Die BfD-Vorsitzende teilte hier den Standpunkt des Vereines mit, die evangelische Kirche aus mehreren Gründen auch künftig als Betreiber der Kindertagesstätte "im Boot (be)halten" zu wollen.  

Ein weiterer wichtiger Fragepunkt war dahingehend formuliert,  ob ein neuer Einzelhändler gefunden werden kann, der  weiterhin den Ort mit einem umfangreichen Sortiment versorgt, wie Erwin Hoffmann und sein Team dies über ein Jahrzehnt getan haben. Sie äußerte in diesem Zusammenhang die "Befürchtung", dass es auf dem Freien Platz sonst sehr ruhig werden wird.

Eine weitere Frage: Werden uns geliebte, geschätzte Menschen verlassen? Sie gedachte hier einem treuen Freund und Gönners des Vereins, der im letzten Jahr verstorben ist.

Die letzte Frage betraf die durch einen Blitzeinschlag vom Juni letzten Jahres zerstörte Germania-Statue : Wird es eine Restaurierung geben und wie soll das Denkmal dann  aussehen? 

Antworten auf diese Fragen könne man zum heutigen Zeitpunkt nicht geben, aber Dalheim sei zwar teilweise "denkmallos", aber nicht hoffnungslos. Und jeder Bürger, nicht nur Amtsinhaber und Führungspersonen, könnten dazu beitragen, dass einige Punkte, die durch guten Willen beeinflussbar sind, eine positive Wende nehmen. "Nach einem Ende kommt ein neuer Anfang, was der Jahreswechsel jährlich lehrt".

Positiv und das Kulturleben für Dalheim bereichernd seien in jedem Fall die Vereine! Für alle Charaktere und Interessen werde etwas geboten: Ob Musizieren, Singen, körperliche Ertüchtigung in Form von Tennis spielen, Turnen, Tanzen oder Gymnastik. Auch die Bereiche Kultur und soziales Wohlergehen seien abgedeckt, und bei Letzterem erwähnte sie den VdK Ortsverband und den örtlichen Frauenverein. Und wer es nüchterner mag, kann sich politisch engagieren.
In diesem Zusammenhang ging ein herzlicher Dank an die Mitglieder des Vereins, die dazu beigetragen haben, dass die BfD in den Bereichen Kultur, Unterhaltung, Information und Politik auch im vergangenen Jahr ihren Beitrag leistete. Auch erinnerte sie an die bereits getane umfangreiche Vorarbeit in Sachen Ausstellung über Dalheim zur 1250-Jahr-Feier und hob dabei die tatkräftige Unterstützung durch zahlreiche Dalheimer Bürger hervor. Bis zu den Feierlichkeiten im Juni 2017 sei noch genügend Zeit, aber große Ereignisse würden bekanntlich ihre Schatten voraus werfen. Es seien durch umfangreichen Recherchen in Archiven und Bibliotheken sowie durch den Einsatz moderner Medien neue Erkenntnisse gewonnen worden,  die das eine oder andere bisher bekannte historische Faktum neu bewerten.
In Bezug auf die besondere Leistungen von Vereinen erwähnte sie exemplarisch den TuS, der im vergangenen Jahr das Sportgelände neu und ideenreich umgebaut habe.
Abschließend äußerte sie den Wunsch, die Vereine und Institutionen sollten sich weiterhin dergestalt engagieren, dass Dalheim als attraktiv wahrgenommen wird.

Im Laufe der Veranstaltung kamen zwei der in Dalheim wohnenden Flüchtlinge dazu, die persönlich eingeladen waren.
Der Termin für die nächste Neujahrsbegrüßung am 08. Januar 2017 steht schon fest.